Diskussion - Bauarbeiten an der Bürgermeister-Smidt-Brücke
Re: Diskussion - Bauarbeiten an der Bürgermeister-Smidt-Brücke
Streckenblockaden, Demos und andere unverhergesehene Ereignisse sind ja auch nicht im Voraus geplant. Trotzdem zeigen DFIs und Fahrplaner Apps. die aktuellen Sollfahrzeiten in den meisten Fällen an...

Liebe Grüße
Jens Stein
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561 Roland der Riese 1986 auf Umleitung über den Domshof
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Ersatzverkehr
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Re: Diskussion - Bauarbeiten an der Bürgermeister-Smidt-Brücke
Wenn ein Fahrzeug zu früh ist, gehen alle Systeme davon aus, dass das Fahrzeug die Verführung abwartet. Fährt es weiter, steht niemals "0" auf den DFIs oder in der Fahrplaner-App, sondern die Soll-Zeit +0. Ab Verspätung wird dann die Ist-Zeit (Soll-Zeit +x) dargestellt.
Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Bei Kurzwenden z.B. in Borgfeld ist es auch sinnvoll die außerplanmäßige Verführung abzuwarten. Beim Wenden in der Innenstadt eher nicht.
Bei Demos oder anderen Streckensperrungen sind die Fahrzeuge eher verspätet. Da wird dann auch eine realistische Prognose der Abfahrtszeit angezeigt. Am Samstag standen bis ca. 18 Uhr diverse Abfahrten auf den Anzeigern, die niemals kamen. Welche Info ist also besser? Eine falsche oder besser gar keine, wenn man es nicht "gut" machen kann?
Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Bei Kurzwenden z.B. in Borgfeld ist es auch sinnvoll die außerplanmäßige Verführung abzuwarten. Beim Wenden in der Innenstadt eher nicht.
Bei Demos oder anderen Streckensperrungen sind die Fahrzeuge eher verspätet. Da wird dann auch eine realistische Prognose der Abfahrtszeit angezeigt. Am Samstag standen bis ca. 18 Uhr diverse Abfahrten auf den Anzeigern, die niemals kamen. Welche Info ist also besser? Eine falsche oder besser gar keine, wenn man es nicht "gut" machen kann?
Re: Diskussion - Bauarbeiten an der Bürgermeister-Smidt-Brücke
Es ist so gelöst, dass die Busse von der Domsheide kommend zunächst in die Mitte auf den Gleiskörper über die Brücke fahren und kurz vor der Haltestelle dann wider nach rechts auf die IV Fahrbahn verschwenken. In Gegenrichtung nach Verlassen der H am Fahrbahnrand dann nach links auf den Gleiskörper.
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Martin von Minden
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Re: Diskussion - Bauarbeiten an der Bürgermeister-Smidt-Brücke
Also ich habe am späten Samstag Abend am Leibnizplatz mehrere Bahnen gesehen, deren Beschilderungen mich verwundert haben.
Eine 6 zum Roland Center in Fahrtrichtung Flughafendamm, eine 4 nach Lilienthal in Richtung Arsten und eine aus Arsten kommend, eine 1 nach Arsten und eine 6 nach Huchting. Die letzten beiden hätte ich gerne als Wegmann oder Hansa gesehen, dann wäre die Nostalgie perfekt gewesen.
Am Sonntag habe ich nur 14er gesehen.
Dieses Chaos in den Zielen und Linien und die Lauftexte, dass nicht nach Fahrplan gefahren wird, haben mich mit vielen Fragen zurück gelassen. Aus Fahrgastsicht hätte ich mir gewünscht, dass zumindest die Ziele und Linienwege richtig an den Fahrzeugen stehen würden. Warum ist man in der digitalen Welt nicht flexibler als mit handgedruckten Zielfilmen?
Ebenso hätte ich mir von einer dynamischen Fahrgastinformation gewünscht, dass reale IST-Zeiten angezeigt werden können. Dann hätte man zumindest gewusst, ob in den nächsten 30 Minuten irgendetwas in meine Richtung fährt. Man war komplett aufgeschmissen. Kommt überhaupt etwas? Wann? Wo fährt es hin, da es ja nicht über die Brücke kann.
Ein Lauftext hätte auf die Busse über die Weser hinweisen können, in der Hoffnung, dass es drüben besser läuft.
Ist das System vielleicht trotz Digitalisierung nicht flexibel genug Echtzeitdaten anzuzeigen? Oder das richtige Ziel? Wozu dann überhaupt digital, wenn die Informationen eh nicht verlässlich sind? In der Fahrplaner-App genau so.
Die Daten werden 6 Wochen im Vorfeld eingepflegt? Dann wäre auch genug Zeit das auf Papier zu drucken und auszuhängen, dann macht das ganze Digitale keinen Sinn, da ist nichts dynamisch oder informativ, wenn es mal nicht nach Plan läuft. Das täuscht nur Fahrgastinformation vor. Eine Simulation von Informationen, die nicht funktioniert, wenn etwas vom Plan abweicht.
Geht das nicht besser? Hat jemand Erfahrungen aus anderen Städten, wie dort in besonderen Ausnahmesituationen informiert wird? Warum keine Echtzeitdaten?
Ich habe großen Respekt vor der Leistung der BSAG und den Unternehmen, die die Schäden kurzfristig repariert haben. Aber ich frage mich, geht das Krisenmanagement für die Fahrgäste nicht besser heutzutage, wo man digital jeden erreichen kann, an der Haltestelle und in der Hosentasche am Smartphone?
Eine 6 zum Roland Center in Fahrtrichtung Flughafendamm, eine 4 nach Lilienthal in Richtung Arsten und eine aus Arsten kommend, eine 1 nach Arsten und eine 6 nach Huchting. Die letzten beiden hätte ich gerne als Wegmann oder Hansa gesehen, dann wäre die Nostalgie perfekt gewesen.
Am Sonntag habe ich nur 14er gesehen.
Dieses Chaos in den Zielen und Linien und die Lauftexte, dass nicht nach Fahrplan gefahren wird, haben mich mit vielen Fragen zurück gelassen. Aus Fahrgastsicht hätte ich mir gewünscht, dass zumindest die Ziele und Linienwege richtig an den Fahrzeugen stehen würden. Warum ist man in der digitalen Welt nicht flexibler als mit handgedruckten Zielfilmen?
Ebenso hätte ich mir von einer dynamischen Fahrgastinformation gewünscht, dass reale IST-Zeiten angezeigt werden können. Dann hätte man zumindest gewusst, ob in den nächsten 30 Minuten irgendetwas in meine Richtung fährt. Man war komplett aufgeschmissen. Kommt überhaupt etwas? Wann? Wo fährt es hin, da es ja nicht über die Brücke kann.
Ein Lauftext hätte auf die Busse über die Weser hinweisen können, in der Hoffnung, dass es drüben besser läuft.
Ist das System vielleicht trotz Digitalisierung nicht flexibel genug Echtzeitdaten anzuzeigen? Oder das richtige Ziel? Wozu dann überhaupt digital, wenn die Informationen eh nicht verlässlich sind? In der Fahrplaner-App genau so.
Die Daten werden 6 Wochen im Vorfeld eingepflegt? Dann wäre auch genug Zeit das auf Papier zu drucken und auszuhängen, dann macht das ganze Digitale keinen Sinn, da ist nichts dynamisch oder informativ, wenn es mal nicht nach Plan läuft. Das täuscht nur Fahrgastinformation vor. Eine Simulation von Informationen, die nicht funktioniert, wenn etwas vom Plan abweicht.
Geht das nicht besser? Hat jemand Erfahrungen aus anderen Städten, wie dort in besonderen Ausnahmesituationen informiert wird? Warum keine Echtzeitdaten?
Ich habe großen Respekt vor der Leistung der BSAG und den Unternehmen, die die Schäden kurzfristig repariert haben. Aber ich frage mich, geht das Krisenmanagement für die Fahrgäste nicht besser heutzutage, wo man digital jeden erreichen kann, an der Haltestelle und in der Hosentasche am Smartphone?
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Ersatzverkehr
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Re: Diskussion - Bauarbeiten an der Bürgermeister-Smidt-Brücke
Alles völlig richtige Gedanken. Einen möchte ich aber noch einschmeissen: jedes System ist auch nur genauso schlau, wie jeder Mensch, der es bedient.
Kommt eine "4 Lilienthal" auf dem Weg nach Arsten, zeugt das erstmal davon, dass selbst die Fahrenden es nicht mehr beherrschen, sich mit der korrekten Linie und Position anzumelden. Und wenn die Bahn nicht weiss, wo sie ist und wo sie hinfährt, wie sollen es Folgesysteme, wie DFI und App?
Zumindest am Sonntag hat man das auf dem Südast ganz gut hingekriegt, mit der Linie 14. Die stand sogar auf den Anzeigern.
Dass Busse über die Weser fahren, darüber wurde wohlgemerkt auch in den Lauftexten informiert.
Das Leitsystem basiert auf einem System aus den 90ern. Da gibt es keinen Ansatz mit KI a la "die Bahn fährt dort, also wird sie automatisch ihr Ziel und ihren Fahrweg kennen". Das sind manuelle Bedienhandlungen des Fahrpersonals, das heutzutage teilweise leider schon mit simplen Umleitungen überfordert ist. So schade es ist, ein Abbild unserer Gesellschaft mittlerweile.
Aber wie gesagt: vielleicht rüttelt genau diese Situation am vergangenen Wochenende mal die BSAG (und letztlich auch VBN und ZVBN) wach, dass sich dort etwas tun muss. Und auch Geld und Manpower investiert werden muss, damit Systeme an einem solchen Wochenende besser auf die Kunden ausgerichtet sind.
Umleitungen im Regiobus-Bereich sind übrigens noch deutlich schlechter in Auskunftssystemen hinterlegt. Und die sind teilweise schon Monate vorher bekannt. Aber die 730/740 fuhr laut Fahrplaner-App und sogar Fahrzeug-Innenmonitoren noch über ein Jahr durch den Zeppelintunnel, obwohl dieser gesperrt war.
Kommt eine "4 Lilienthal" auf dem Weg nach Arsten, zeugt das erstmal davon, dass selbst die Fahrenden es nicht mehr beherrschen, sich mit der korrekten Linie und Position anzumelden. Und wenn die Bahn nicht weiss, wo sie ist und wo sie hinfährt, wie sollen es Folgesysteme, wie DFI und App?
Zumindest am Sonntag hat man das auf dem Südast ganz gut hingekriegt, mit der Linie 14. Die stand sogar auf den Anzeigern.
Dass Busse über die Weser fahren, darüber wurde wohlgemerkt auch in den Lauftexten informiert.
Das Leitsystem basiert auf einem System aus den 90ern. Da gibt es keinen Ansatz mit KI a la "die Bahn fährt dort, also wird sie automatisch ihr Ziel und ihren Fahrweg kennen". Das sind manuelle Bedienhandlungen des Fahrpersonals, das heutzutage teilweise leider schon mit simplen Umleitungen überfordert ist. So schade es ist, ein Abbild unserer Gesellschaft mittlerweile.
Aber wie gesagt: vielleicht rüttelt genau diese Situation am vergangenen Wochenende mal die BSAG (und letztlich auch VBN und ZVBN) wach, dass sich dort etwas tun muss. Und auch Geld und Manpower investiert werden muss, damit Systeme an einem solchen Wochenende besser auf die Kunden ausgerichtet sind.
Umleitungen im Regiobus-Bereich sind übrigens noch deutlich schlechter in Auskunftssystemen hinterlegt. Und die sind teilweise schon Monate vorher bekannt. Aber die 730/740 fuhr laut Fahrplaner-App und sogar Fahrzeug-Innenmonitoren noch über ein Jahr durch den Zeppelintunnel, obwohl dieser gesperrt war.
Was sind Fahrende?
Ich gehe mal davon aus, dass in dem Satz „selbst die Fahrenden es nicht mehr beherrschen“ das Fahrpersonal gemeint ist; denn die Fahrgäste sind ja gleichwohl „Fahrende“! Man sagt ja von sich selbst, man sei mit der Straßenbahn (oder dem Bus) gefahren.
Übrigens lässt sich das sogenannte Partizip Präsens nur im Plural anwenden. Im Singular heißt es nämlich doch wieder „ein Fahrender“ bzw. „eine Fahrende“. Dann hätte man es auch gleich bei „Fahrer“ bzw. „Fahrerin“ belassen können. Das gilt gleichermaßen auch für Studierende, Lehrende, Forschende usw.
Das mal „nur so“ nebenbei.
MfG
Übrigens lässt sich das sogenannte Partizip Präsens nur im Plural anwenden. Im Singular heißt es nämlich doch wieder „ein Fahrender“ bzw. „eine Fahrende“. Dann hätte man es auch gleich bei „Fahrer“ bzw. „Fahrerin“ belassen können. Das gilt gleichermaßen auch für Studierende, Lehrende, Forschende usw.
Das mal „nur so“ nebenbei.
MfG
Avatar: Aurora Borealis (Nordlicht)
Sperrung der Wilhelm-Kaisen-Brücke am 23.11.
Am kommenden Sonntag geht es in die 3. Runde.
https://www.bsag.de/unternehmen/aktuell ... h-bremen-1
https://www.bsag.de/unternehmen/aktuell ... h-bremen-1
Re: Diskussion - Bauarbeiten an der Bürgermeister-Smidt-Brücke
Unabhängig von den ganzen Diskussionen zur Fahrgastinformation, die aus meiner Sicht von "Ersatzverkehr" gut erläutert und auch in anderen Städten bei solch großen spontanen Großstörungen auftreten, eine neue Idee:
Einbau einer zusätzlichen Kreuzungsmöglichkeit an der Kreuzung Am Brill/Obernstraße in Richtung Am Wall. Das würde deutlich mehr Flexibilität ins City-Netz bringen und den Schlenker über die Falkenstraße vermeiden. Im Falle einer Störung im Bereich Herdentor kann der Verkehr schnell umgeleitet werden.
Einbau einer zusätzlichen Kreuzungsmöglichkeit an der Kreuzung Am Brill/Obernstraße in Richtung Am Wall. Das würde deutlich mehr Flexibilität ins City-Netz bringen und den Schlenker über die Falkenstraße vermeiden. Im Falle einer Störung im Bereich Herdentor kann der Verkehr schnell umgeleitet werden.
Re: Diskussion - Bauarbeiten an der Bürgermeister-Smidt-Brücke
Die Idee hatte ich schon länger mal, das würde die Betriebsstabilität deutlich erhöhen, man müsste aber flankierend den Abzweig von der Balgebückstr.
zum Marktplatz wieder einbauen, um davon vollständig profitieren zu können.
Aber , dass so etwas tatsächlich gebaut wird, halte ich eher für unwahrscheinlich.
Ein Beispiel dazu aus einer Stadt , die ebenfalls Brückenprobleme hat. (Dort ist eine Brücke sogar komplett eingestürzt:
https://www.dvb.de/de-de/meta/presse/pr ... chen-platz
zum Marktplatz wieder einbauen, um davon vollständig profitieren zu können.
Aber , dass so etwas tatsächlich gebaut wird, halte ich eher für unwahrscheinlich.
Ein Beispiel dazu aus einer Stadt , die ebenfalls Brückenprobleme hat. (Dort ist eine Brücke sogar komplett eingestürzt:
https://www.dvb.de/de-de/meta/presse/pr ... chen-platz