BSAG-Omnibusse - Nummerierungen

In diesem Forum kann über Themen des Nahverkehrs in Bremen und umzu diskutiert werden. Steigen Sie ein!
Klaus Westermann
Beiträge: 5
Registriert: 17. Dezember 2018 15:00

BSAG-Omnibusse - Nummerierungen

Ungelesener Beitrag von Klaus Westermann » 13. Juli 2021 21:26

Guten Abend allerseits, zugegeben, ich bin ganz ausgeprägter Fan von Straßenbahnen, auch und besonders der neuen. Warum es Beschwerden gibt über deren angeblich lautes Fahrverhalten, verstehe ich nur bedingt. Es ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Aus eigener Anschauung kenne ich ganz andere Geräuschkulissen, z. B. Alexandria in Ägypten. Auch ist mir der Widerstand gegen den Umbau der Domsheide ein Rätsel. Ich bin selbst Musiker und verstehe nicht die etwas übergriffige Gegnerschaft aus dem kulturbeflissenen Bürgertum. Wieviel Stunden des Tages wird die Glocke genutzt von wievielen Menschen? Und dagegen wird die Domsheide als Knotenpunkt von wievielen Menschen genutzt? Ich als Musiker kann kurzzeitige Geräusche und Störungen sehr gut ertragen, eine Frage übrigens der Professionalität. Und leider genau diese Professionalität geht leider dem geneigten, an geräuschfreie Aufnahmen, abgespielt auf teuren Geräten (bin ich polemisch?) Publikum ab. Solche aus überzogenem Anspruchsdenken entstandene Haltung ist nicht nur inakzeptabel in Hinsicht auf die dringend notwendige Verkehrswende, sie ist schon rein gesellschaftslogisch abzulehnen, weil, liebe Konsumentinnen und Konsumenten klassischer Musik, vollkommen rückwärtsgewandt: Individualität über alles, Wandel wird abgelehnt. Eine merkwürdige Diskrepanz zwischen überwiegend linken Musikern und ihre Arbeit (!) konsumierenden und leider schlecht zahlenden "Bürgern".

Ich verzettele mich. Es tut mir leid. Eine gewisse Wut im Bauch. Falls ein zuständiger Mensch meinen Beitrag verschieben möchte, sehr gerne!


Meine eigentlich Frage hätte sein sollen:

mir als Straßenbahnfan ist die Nummerierung unserer Busse vollkommen undurchsichtig
Mag mir bitte irgendjemand helfen? Ich verstehe diese Nummernvergabe nicht.


Beste Grüße,
Klaus Westermann

Benutzeravatar
Dietmar Krebs
Flugbegleiter
Beiträge: 89
Registriert: 12. August 2018 19:25

Re: BSAG-Omnibusse - Veränderungen im Fahrzeugpark

Ungelesener Beitrag von Dietmar Krebs » 14. Juli 2021 08:39

Hallo Herr Westermann,

Ihre Worte zur Domsheide sollten Sie als Leserbrief an den Weser-Kurier schicken. Es wird Zeit, dass sich Leute wie Sie auch zu Wort melden und nicht das Feld den Befürwortern der Verlegung der Straßenbahn aus der Fußgängerzone heraus überlassen!

Die Nummerierung der Busse ist in den letzten Jahren leider wirklich sehr undurchsichtig geworden. Die einzige Konstante ist die Ziffer 4, die als führende Ziffer vor den vierstelligen Wagennummern steht. 4 steht für Bus, 3 für Straßenbahn.

Der Nummernkreis 4001 bis 4399 ist für Solobusse vorgesehen, 44xx für Midibusse und die Nummern von 4501 bis 4999 für Gelenkbusse.
Seit einigen Jahren versucht man die letzten drei Ziffern der Wagennummer, mit denen der KFZ-Kennzeichen übereinstimmen zu lassen.
Leider gab und gibt es aber nicht immer freie Kennzeichen für eine ganze Nummernserie. Man hat wohl frühzeitig versäumt, sich die Kennzeichen HB-BS xxx zu reservieren. So kommt es nun dazu, dass sich die Wagennummern nach den noch freien Kennzeichen richten und dadurch keine klare Linie mehr vorherrscht.

Da es in Deutschland mittlerweile erlaubt ist, dass KFZ-Kennzeichen nicht mehr an den Wohnsitz des Eigentümers gebunden sind, wäre es eine Möglichkeit, dass die BSAG versucht, die Kennzeichenkombination BS-AG xxx zu reservieren, so wie es z.B. der Versicherungskonzern AXA auch macht. Da lauten die Kennzeichen A-XA xxx. Die Wagen sind also in Augsburg gemeldet, obwohl die Firma den Hauptsitz in Frankfurt hat.
Gut, aus Gründen des Lokalpatriotismus, fände ich eine Anmeldung der Bremer BSAG-Busse in Braunschweig auch nicht so toll.

Gruß
Dietmar

Klaus Westermann
Beiträge: 5
Registriert: 17. Dezember 2018 15:00

Re: BSAG-Omnibusse - Veränderungen im Fahrzeugpark

Ungelesener Beitrag von Klaus Westermann » 14. Juli 2021 11:46

Lieber Dietmar,

vielen Dank für Ihre Antwort! Dieses System ist wirklich ein wenig unübersichtlich. Die Verwendung der "3" und "4" war mir klar, wobei ich mich trotzdem Frage, ob es nicht auch wieder dreistellige Nummern täten. Den Hang zu vierstelligen Nummern konnte ich nie so recht nachvollziehen. Aber das ist nicht die Frage, heute nicht... .

Einen Leserbrief kann ich sehr gerne schreiben, dazu würde ich den Text ein wenig redigieren. Allerdings bin ich mir aus früherer Erfahrung, in ganz anderem Zusammenhang, nicht sicher, ob der Brief überhaupt abgedruckt oder wenn, dann nur sinnentstellend gekürzt würde. Einen Versuch ist es wert.

Herzliche Grüße,

Klaus Westermann

Benutzeravatar
Arne Schmidt
Flugkapitän
Beiträge: 289
Registriert: 12. August 2018 11:14
Wohnort: Weyhe

Re: BSAG-Omnibusse - Veränderungen im Fahrzeugpark

Ungelesener Beitrag von Arne Schmidt » 14. Juli 2021 14:10

Eine Rückumstellung auf deistellige Nummern würde mangels verfügbarer freier Wagennummern ebensowenig klappen, das war ja der Grund für die Einführung der vierstelligen Nummern Anfang der 90er Jahre. So mussten vor dem Ausscheiden einzelner Fahrzeugserien die Wagen noch einmal umnummeriert werden auf andere, freie Nummernkreise um hier Platz für neue Fahrzeuge zu schaffen. Es entstand ein Chaos (den Aufwand dafür mal außen vor gelassen), siehe die beigen MAN-SG-192-Gelenkbusse aus der 200er/300er Serie, die dann zum Ende 800er und 900er Nummern erhielten (obwohl die eigentlich den Straßenbahnen vorbehalten waren), bevor sie dann paar Monate später ausgemustert wurden.

Sinnvoller wäre es doch, den HB-Kennzeichenkreis auf vierstellige Nummern auszuweiten, wie es in anderen (auch kleineren) Städten und Landkreisen längst praktiziert wird. Dann gäbe es z.B. HB-BS 4922 usw., wäre doch viel schöner und erzeugt keinen nennenswerten Aufwand...
Zuletzt geändert von Arne Schmidt am 14. Juli 2021 14:50, insgesamt 2-mal geändert.
Avatar: Stadtbusse in Funchal (Madeira)

T Hancke
Moderator
Beiträge: 225
Registriert: 5. August 2018 13:42

Re: BSAG-Omnibusse - Nummerierungen

Ungelesener Beitrag von T Hancke » 14. Juli 2021 14:31

Da sich das jetzt auswächst , habe ich mal die Nummerndikussion abgetrennt.....
Bitte dann hier weiterdiskutieren.Sollte es noch bedarf zum Thema Domsheide geben , bitte dazu ggf. einen neuen Thread eröffnen..

Benutzeravatar
Ingo Teschke
Moderator
Beiträge: 240
Registriert: 4. August 2018 22:52
Wohnort: Spiez / Bremen
Kontaktdaten:

Re: BSAG-Omnibusse - Nummerierungen

Ungelesener Beitrag von Ingo Teschke » 14. Juli 2021 16:43

Hallo,

ein sicherlich interessantes Thema, aber ich glaube, dass dort in den Beiträgen einiges durcheinander geraten ist. Und weiterhin ist es eigentlich mittlerweile völlig egal, welche Nummer ein Fahrzeug hat, Hauptsache es ist eindeutig identifizierbar. Durch die IT-Systeme ist es nicht mehr erforderlich, dass man unbedingt "sprechende Nummern" haben muss.

Nun zu den Ausführungen:
Dietmar Krebs hat geschrieben:
14. Juli 2021 08:39
...
Der Nummernkreis 4001 bis 4399 ist für Solobusse vorgesehen, 44xx für Midibusse und die Nummern von 4501 bis 4999 für Gelenkbusse.
Das ist so nicht ganz korrekt. Es gab ja auch schon 44er Solobusse (4401-4414 Neoplan, 4444 Probebus). Man hat eher die hohen 44er Nummern aus den Zweiachsern verwendet, um Klein- und Midibusse abzubilden (z.B. die Stadtrundfahrer 4481-4483, der Mercedes-Kleinbus ex Delbus, der anfangs auf der 32 fuhr, bis zu den Solaris-Midibussen 4487-4489).
Dietmar Krebs hat geschrieben:
14. Juli 2021 08:39
Seit einigen Jahren versucht man die letzten drei Ziffern der Wagennummer, mit denen der KFZ-Kennzeichen übereinstimmen zu lassen.
...
Ich denke, hier wird Ursache und Wirkung verwechselt. Zu den festgelegten Wagennummern wird eine passende Kennzeichenserie gesucht, nicht umgekehrt. Man versucht es mit jeweils gleichbleibenden Buchstaben in der Mitte, aber das gelingt nicht immer (siehe z.B. 4909).
Arne Schmidt hat geschrieben:
14. Juli 2021 14:10
...
Sinnvoller wäre es doch, den HB-Kennzeichenkreis auf vierstellige Nummern auszuweiten, wie es in anderen (auch kleineren) Städten und Landkreisen längst praktiziert wird. Dann gäbe es z.B. HB-BS 4922 usw., wäre doch viel schöner und erzeugt keinen nennenswerten Aufwand...
Das ist zwar theoretisch machbar, weil ein Kennzeichen max. 8 Zeichen haben darf, aber in fast allen Regionen Deutschlands wird das auf 7 Zeichen begrenzt, so auch in Bremen. Hier kommt ja die Besonderheit hinzu, dass Bremerhaven wie Bremen das HB trägt. Zur Unterscheidung wurde daher eingeführt, dass die vierstelligen Ziffern für Bremerhaven reserviert sind, die zweistelligen Ziffern für Bremen-Nord.


Für die Fahrzeugnummerierung entscheidend sind die IT-Systeme, die dahinterliegen. Die BSAG setzt dasselbe System wie mein Arbeitgeber ein, und die Anforderungen an das System sind sehr hoch. Zum einen kann man aus dem System nicht einfach Daten löschen, da das System gleichzeitig auch für die Wirtschaftsprüfung relevant ist. Wer dennoch löschen möchte, kann das mit entsprechend hohem Aufwand machen und archivieren. Weiterhin muss meines Wissens in Deutschland auch 10 Jahre nach Durchführung noch nachgewiesen werden können, welche Instandhaltungsmassnahmen durchgeführt wurden (dies gilt auch für verschrottete Fahrzeuge).
Das System bietet zwar mittlerweile die Möglichkeit, auch Objekte wie Fahrzeuge einfach umzubenennen, aber dafür muss das System entsprechend konfiguriert sein. Ob die BSAG diese Möglichkeit nutzt, entzieht sich meiner Kenntnis.
Bevor ich jetzt zu stark ins Detail gehe, möchte ich nur damit aufzeigen, dass es weitaus komplizierter ist, mal eben alte Fahrzeugnummern wieder zu besetzen.

Mein Eindruck ist, dass die BSAG nach Einführung der vierstelligen Wagennummern recht grosszügig mit der Vergabe der Fahrzeugnummern umgegangen ist. Die MB O405G erhielten 46er, die MAN NG 313 45er Nummern. Nach und nach füllten sich die Lücken, und in den letzten Jahren hat man verzweifelt Nummernbereiche gesucht, die möglichst effizient ausgenutzt werden konnten. So konnten die 20 Busse 4881-4900 genau in die passende Lücke gesetzt werden.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Vielleicht bekommen ja die Elektrobusse 5000er Nummern, dann hätte man erst einmal wieder für etliche Jahre Ruhe.

Ingo Teschke

BRE
Moderator
Beiträge: 923
Registriert: 23. Juni 2007 17:27
Wohnort: BRE/EDDW
Kontaktdaten:

Re: BSAG-Omnibusse - Nummerierungen

Ungelesener Beitrag von BRE » 14. Juli 2021 20:46

Ingo Teschke hat geschrieben:
14. Juli 2021 16:43
Arne Schmidt hat geschrieben:
14. Juli 2021 14:10
...
Sinnvoller wäre es doch, den HB-Kennzeichenkreis auf vierstellige Nummern auszuweiten, wie es in anderen (auch kleineren) Städten und Landkreisen längst praktiziert wird. Dann gäbe es z.B. HB-BS 4922 usw., wäre doch viel schöner und erzeugt keinen nennenswerten Aufwand...
Das ist zwar theoretisch machbar, weil ein Kennzeichen max. 8 Zeichen haben darf, aber in fast allen Regionen Deutschlands wird das auf 7 Zeichen begrenzt, so auch in Bremen. Hier kommt ja die Besonderheit hinzu, dass Bremerhaven wie Bremen das HB trägt. Zur Unterscheidung wurde daher eingeführt, dass die vierstelligen Ziffern für Bremerhaven reserviert sind, die zweistelligen Ziffern für Bremen-Nord.
Zumindest das mit Bremen-Nord ist seit einigen Jahren nicht mehr so. Inzwischen bekommt man auch in Bremen-Stadt problemlos zweistellige Zahlen und in HB-Nord dreistellige Zahlen. Die Trennung mit Bremerhaven gibt es aber meines Wissens nach wie vor.
Für die Fahrzeugnummerierung entscheidend sind die IT-Systeme, die dahinterliegen. Die BSAG setzt dasselbe System wie mein Arbeitgeber ein, und die Anforderungen an das System sind sehr hoch. Zum einen kann man aus dem System nicht einfach Daten löschen, da das System gleichzeitig auch für die Wirtschaftsprüfung relevant ist. Wer dennoch löschen möchte, kann das mit entsprechend hohem Aufwand machen und archivieren. Weiterhin muss meines Wissens in Deutschland auch 10 Jahre nach Durchführung noch nachgewiesen werden können, welche Instandhaltungsmassnahmen durchgeführt wurden (dies gilt auch für verschrottete Fahrzeuge).
Das System bietet zwar mittlerweile die Möglichkeit, auch Objekte wie Fahrzeuge einfach umzubenennen, aber dafür muss das System entsprechend konfiguriert sein. Ob die BSAG diese Möglichkeit nutzt, entzieht sich meiner Kenntnis.
Bevor ich jetzt zu stark ins Detail gehe, möchte ich nur damit aufzeigen, dass es weitaus komplizierter ist, mal eben alte Fahrzeugnummern wieder zu besetzen.
Das wird wohl der eigentliche Grund für dieses Chaos sein. Die 10 Jahre kommen gut hin mit der nun erneuten Belegung der 49er-Reihe. Auch wenn man im System Fahrzeuge umbenennen kann, besteht dann ja doch irgendwie immer Verwechslungsgefahr. Daher inzwischen wohl auch nur noch die Neubelegung mit langen Abständen.
Mein Eindruck ist, dass die BSAG nach Einführung der vierstelligen Wagennummern recht grosszügig mit der Vergabe der Fahrzeugnummern umgegangen ist. Die MB O405G erhielten 46er, die MAN NG 313 45er Nummern. Nach und nach füllten sich die Lücken, und in den letzten Jahren hat man verzweifelt Nummernbereiche gesucht, die möglichst effizient ausgenutzt werden konnten. So konnten die 20 Busse 4881-4900 genau in die passende Lücke gesetzt werden.
Den Eindruck hatte ich auch, dennoch gab es Anomalien, warum hat man bei den 47er Neoplan N4021 erst mit 4751 angefangen und nicht mit 4701? Das war ja weit vor dem so benummerten Solaris.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Vielleicht bekommen ja die Elektrobusse 5000er Nummern, dann hätte man erst einmal wieder für etliche Jahre Ruhe.
Auch etwas, was ich so schnell nicht verstehen werde, warum damals bei der Umstellung 3 und 4 als führende Ziffern ausgewählt hat (und auch niemals darüber hinaus gegangen ist), man hätte auch die Bestandsfahrzeuge mit führender 0 benummern können. Man hätte auch mit 1 oder 2 beginnen können. (Die 1 wohl nicht, weil das früher die Beiwagen mal waren). Gerade bei Bussen hätte man ja auch 4 für Solowagen und 5 für Gelenkwagen nehmen können.

Benutzeravatar
Ingo Teschke
Moderator
Beiträge: 240
Registriert: 4. August 2018 22:52
Wohnort: Spiez / Bremen
Kontaktdaten:

Re: BSAG-Omnibusse - Nummerierungen

Ungelesener Beitrag von Ingo Teschke » 14. Juli 2021 21:21

BRE hat geschrieben:
14. Juli 2021 20:46
Zumindest das mit Bremen-Nord ist seit einigen Jahren nicht mehr so. Inzwischen bekommt man auch in Bremen-Stadt problemlos zweistellige Zahlen und in HB-Nord dreistellige Zahlen. Die Trennung mit Bremerhaven gibt es aber meines Wissens nach wie vor.
Das hatte ich auch mal gedacht. Zumindest vor ein paar Jahren wurde das zwar so publiziert, aber das war missverständlich. Damals neu war nur, dass man in einer Kfz-Zulassungsstelle in Bremen-Stadt auch Bremen-Norder-Kennzeichen bekam und umgekehrt. Wenn ich mir parkende Fahrzeuge in Bremen bzw. Bremen-Nord mal ansehe, dann scheint es die Trennung auch weiterhin zu geben.
BRE hat geschrieben:
14. Juli 2021 20:46
Auch etwas, was ich so schnell nicht verstehen werde, warum damals bei der Umstellung 3 und 4 als führende Ziffern ausgewählt hat (und auch niemals darüber hinaus gegangen ist), man hätte auch die Bestandsfahrzeuge mit führender 0 benummern können. Man hätte auch mit 1 oder 2 beginnen können. ...
Die 2000er Nummern waren bei der BSAG mit den Strassenbahn-Drehgestellen belegt, die alle einzeln nummeriert waren. Daher standen sie für die Fahrzeugnummern nicht zur Verfügung. Ende der 90er Jahre hatte der damals neue BSAG-Vorstand Georg Drechsler auch mal versucht herauszubekommen, warum das so war. Es konnte ihm wohl keiner sagen. Herr Drechsler legte daraufhin fest - in Zeiten, in denen die BSAG ja auch im Eisenbahnbereich aktiv werden wollte - dass 1000er Nummern für Eisenbahnfahrzeuge verwendet werden sollen. Daher bekam die BTE-/Weserbahn-Lok (auch bekannt als "Kuhlok") die Nummer 1001. Aus vergaberechtlichen Gründen musste sich die BSAG ja auch wieder aus dem Eisenbahngeschäft zurückziehen, daher wurden keine weiteren 1000er belegt.

Gruss
Ingo

Benutzeravatar
Arne Schmidt
Flugkapitän
Beiträge: 289
Registriert: 12. August 2018 11:14
Wohnort: Weyhe

Re: BSAG-Omnibusse - Nummerierungen

Ungelesener Beitrag von Arne Schmidt » 14. Juli 2021 21:39

Was die Kfz-Kennzeichen betrifft: Richtig, die vierstelligen Ziffern sind Bremerhaven zugeordnet. Dies aber in Verbindung mit nur einem Buchstaben.

HB Kennzeichen mit zwei Buchstaben und vier Ziffern wurden bisher nicht vergeben und stünden in vollem Umfang zur Verfügung. Dass dies nur in wenigen Gegenden Deutschlands praktiziert wird, ist ebenfalls nicht richtig. Ich achte viel auf Kennzeichen und kenne eigentlich nur zwei Städte mit zweistelligem Ortskennzeichen, die die maximal acht möglichen Stellen bisher nicht ausnutzen, das sind HB und OL.

Was Bremen Nord betrifft: Der Elektrobus 4028 hatte das Kennzeichen HB-ZO 28. Der war aber doch am Flughafendamm (also Bremen Stadt) zugelassen, oder?
Avatar: Stadtbusse in Funchal (Madeira)

Benutzeravatar
ARFI
Flugkapitän
Beiträge: 486
Registriert: 11. August 2018 00:01

Re: BSAG-Omnibusse - Nummerierungen

Ungelesener Beitrag von ARFI » 14. Juli 2021 22:31

Die 0000er sind ja für Sonder- und Hilfsfahrzeuge der BSAG, inzwischen hat man die Wagen-Nr. 0320 schon erreicht. Genau Ingo, die 1000er waren für die Weserbahn Loks, allerdings ist neben der 1001 auch die 1002 und 1003 vergeben gewesen und früher waren auch die Straßenbahnbeiwagen in den 1000er. Die 2000er waren mal die Drehgestelle und die 3000er bekanntlich die Straßenbahnwagen.

Bei den Bussen, also die 4000er, hatte man in der Vergangenheit viel durcheinander nummeriert. So wurde z.B. die Wagen-Nr. 4386 mal für zwei Test-Gelenkbusse vergeben, Test-Gelenkbusse wurden sonst zwischen 4990 und 4999 nummeriert. Wie schon hier erwähnt, wurden die 47er Neoplan Bussen erst ab 4751 nummeriert, aber auch die ersten MB Citaro G bekamen die Nr. 4651 – 4653 und bei den ersten Solaris Gelenkbussen hatte man zwischen 4701 und 4721 auch Platz gelassen, obwohl 4722 auf der IAA damals die Wagen-Nr. 4703 hatte. Verstehen muss man dieses nicht, die BSAG hat sich dadurch nur einiges verbaut. Noch nie vergeben wurden diese 4000er:
4000, 4076 – 4099, 4177, 4200, 4297 – 4299, 4300, 4398 – 4400, 4415 – 4443, 4445 – 4480, 4484 – 4485
4702 – 4717, 4770, 4799 – 4800, 4954 – 4989, 4991 – 4996.

Schauen wir mal, ob die Elektrobusse in den 5000er rein kommen.
Das mit den Kennzeichen finde ich eine gute Idee (HB Kennzeichen mit zwei Buchstaben und vier Ziffern).

BRE
Moderator
Beiträge: 923
Registriert: 23. Juni 2007 17:27
Wohnort: BRE/EDDW
Kontaktdaten:

Re: BSAG-Omnibusse - Nummerierungen

Ungelesener Beitrag von BRE » 14. Juli 2021 22:47

Ingo Teschke hat geschrieben:
14. Juli 2021 21:21
BRE hat geschrieben:
14. Juli 2021 20:46
Zumindest das mit Bremen-Nord ist seit einigen Jahren nicht mehr so. Inzwischen bekommt man auch in Bremen-Stadt problemlos zweistellige Zahlen und in HB-Nord dreistellige Zahlen. Die Trennung mit Bremerhaven gibt es aber meines Wissens nach wie vor.
Das hatte ich auch mal gedacht. Zumindest vor ein paar Jahren wurde das zwar so publiziert, aber das war missverständlich. Damals neu war nur, dass man in einer Kfz-Zulassungsstelle in Bremen-Stadt auch Bremen-Norder-Kennzeichen bekam und umgekehrt. Wenn ich mir parkende Fahrzeuge in Bremen bzw. Bremen-Nord mal ansehe, dann scheint es die Trennung auch weiterhin zu geben.
Zumindest als Wunschkennzeichen kann man auch so wählen. Mein Arbeitgeber (nicht in HB-Nord!) hat z.B. inzwischen etliche Fahrzeuge mit nur zwei Ziffern im Kennzeichen zugelassen. Auch hätte ich mir letztes Jahr ein Wunschkennzeichen mit zwei Ziffern aussuchen können und ich wohne auch nicht in Bremen-Nord.

T Hancke
Moderator
Beiträge: 225
Registriert: 5. August 2018 13:42

Re: HB Kennzeichen

Ungelesener Beitrag von T Hancke » 15. Juli 2021 01:05

Die Trennung der Stadt und Nord Kennzeichen ist definitiv seit einigen Jahren aufgehoben.
Früher waren Bremen Stadt und Bremen nord zwei getrennte Zulassungsbezirke, so wie etwa OL und DEL.
Das hatte zur Folge, dass man bei einem Umzug von HB Nord in die Stadt und umgekehrt nicht nur einfach die Adresse ändern konnte , sondern auch ein neues Kennzeichen bekam.
Da es aufgrund dieser Besonderheit immer wieder zu Beschwerden kam und um den Bürgern überflüssige Kosten zu ersparenhat man dann am 01.07.2008 die Zulassungsbezirke zusammengelegt. Es werden seitdem auch durch die Zulassungstelle Nord , wenn kein Sonderwunsch besteht hauptsächlich Kennzeichen HB-xx 000 ausgegeben.
Bremerhaven gibt nur Kenzeichen mit HB- (Buchstebe) 0000 aus.
Viele benachbarte Zulassungstellen geben , wie z.B. VER, CUX , DH geben in letzter Zeit auch Kennzeichen mit xxx y 0000 aus , DH vergibt auch alternativ wieder das Ortskürzel SY. Dem Verhehmen nach steht dies im Zusammenhang mit IT Umstellungen, um eine Zeitlang komplett neue Kennzeichen zu vergeben, bis die alten dort eingepflegt sind.

T Hancke
Moderator
Beiträge: 225
Registriert: 5. August 2018 13:42

Re: BSAG-Omnibusse - Veränderungen im Fahrzeugpark

Ungelesener Beitrag von T Hancke » 15. Juli 2021 01:53

Dietmar Krebs hat geschrieben:
14. Juli 2021 08:39

Da es in Deutschland mittlerweile erlaubt ist, dass KFZ-Kennzeichen nicht mehr an den Wohnsitz des Eigentümers gebunden sind, wäre es eine Möglichkeit, dass die BSAG versucht, die Kennzeichenkombination BS-AG xxx zu reservieren, so wie es z.B. der Versicherungskonzern AXA auch macht. Da lauten die Kennzeichen A-XA xxx. Die Wagen sind also in Augsburg gemeldet, obwohl die Firma den Hauptsitz in Frankfurt hat.
Gut, aus Gründen des Lokalpatriotismus, fände ich eine Anmeldung der Bremer BSAG-Busse in Braunschweig auch nicht so toll.

Gruß
Dietmar
Das ist so nicht ganz richtig, die AXA müsste in Augsburg zumindest eine Niederlassung haben.
Man kann zwar bei einem Umzug z.B. von Augsburg nach Bremen das A- Kennzeichen in Bremen behalten, es ist aber nicht möglich sich irgendein Unterscheidungskennzeichen Wohnsitzunabhängig auszusuchen. Bei einem Fahrzeug- oder Halterwechsel würde das Augsburger Kennzeichen durch ein HB ersetzt werden müssen.
Ebenso muss das Kennzeichen gewechselt werden, wenn man ein Fahrzeug aus einem anderen Zulassungsbezirk ankauft, aber ein Halterwechsel stattfindet , auch dann müsste aus einem A ein HB werden.

Antworten