Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

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Ingo Teschke
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Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

Ungelesener Beitrag von Ingo Teschke » Do 11. Okt 2018, 15:49

Hallo,

diese Woche hat das Bundesverkehrsministerium den Zielfahrplan 2030 für den Deutschland-Takt vorgestellt. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ob das tatsächlich so kommt, wieviel (bayerischer) Wahlkampf darin steckt, ob das überhaupt realistisch ist, sei mal dahingestellt.

Dennoch halte ich es für einen wichtigen Schritt, dass man sich mal langfristig Gedanken macht, wie die Bahninfrastruktur aussehen soll, damit das künftige Verkehrswachstum überhaupt gemeistert werden kann. Und dazu dient der Zielfahrplan - die heutigen Schwächen des Netzes zu erkennen und zielgerichtet eine Beseitigung der Schwächen anzugehen. Andere Länder haben das ja schon vor 30 Jahren gemacht - z.B. die Schweiz, die ich berufsbedingt sehr gut kenne und schätze, bietet einen völlig anderen (besseren) Standard des Bahnfahrens als Deutschland.

Auf den Seiten des BMVI können die Zielfahrpläne heruntergeladen werden, hier z.B. der Regionalfahrplan für Norddeutschland:
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlag ... cationFile

Daraus ist ersichtlich, was sich möglicherweise im Großraum Bremen ändern wird. Für Regionalverkehre sind dabei auch die Vorstellungen der jeweiligen Länder eingeflossen, d.h. man kann daraus ableiten, was die niedersächsische und bremische Verkehrsverwaltung plant. Nochmal der Hinweis: Das ist keine Beschlusslage.

Wesentliche Änderungen:
RS1: Viertelstundentakt zwischen Blumenthal und Achim, weiterhin halbstündlich zwischen Farge und Verden.

Express-Kreuz Bremen wird erweitert:
- stündlicher RE nach Oldenburg zusätzlich zum IC. Dadurch werden auch Züge Osnabrück - Bremen - Oldenburg durchgebunden.
- der RE wird dann in Oldenburg geflügelt, d.h. ein Zugteil fährt nach Norddeich, der andere nach Wilhelmshaven
- die Linie wird über Hannover nach Braunschweig und möglicherweise bis nach Helmstedt verlängert
- komplett neue Fahrplanlagen
- HVZ-Verstärker zwischen Bremen und Verden (dort dann regelmäßiger 30-Minuten-Takt).

Fernverkehr
- halbstündlicher Fernverkehr zwischen Hamburg und Münster, von dort alternierend weiter über Dortmund - Ruhrgebiet etc. sowie jeweils alle 2 Stunden ab Münster über Recklinghausen - Essen - Duisburg - Mönchengladbach nach Aachen. Der andere 2-Stunden-Takt fährt über die Wupperschiene nach Köln.
- Bremen-Hannover mit weitgehend identischem Angebot (2 stündlicher IC von Norddeich/Oldenburg nach Leipzig, allerdings mit ICE-Fahrzeugmaterial (kein IC2 mehr) + zweistündlicher ICE von Bremerhaven über Bremen, Hannover nach München). Alle Züge verkehren in neuer Fahrplanlage (ca. 5-10 Minuten später ab Bremen Richtung Hannover).

Wer weitere interessante Veränderungen findet, kann sie ja gern hier im Forum ergänzen

Gruß
Ingo

gypsruepelli
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Re: Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

Ungelesener Beitrag von gypsruepelli » Do 11. Okt 2018, 22:13

Wow, Halbstundentakt Richtung NRW ist ja mal ein Hammer. In mehrerer Hinsicht. Zum einen war das nördliche Ruhrgebiet (Gelsenkirchen/Wanne-Eickel) ja bislang nicht wirklich an Bremen und Hamburg angebunden, zum anderen ergibt sich laut dem Plan ja ein Stundentakt nach München (der natürlich deutlich länger fährt als der ICE, aber immerhin.

Ich bin sehr gespannt, wieviel davon umgesetzt wird. Auch der Umstand, dass alle zwei Stunden ein IC bis Westerland fahren soll, finde ich spannend.
Sie verkosten einen 2017er Château Bulât, der sich durch die deutliche Wacholdernote im Abgang auszeichnet.

Kramomat
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Re: Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

Ungelesener Beitrag von Kramomat » Fr 12. Okt 2018, 07:04

Ich finde die Vorschläge für unsere Region auch wirklich super.
Die halbstündige Anbindung nach HH und NRW ist etwas, was relativ sicher kommen wird, da dies ja auch in den Präsentationen der Bahn seit einiger Zeit auftaucht.

Bei allem anderen wäre ich eher mäßig optimistisch, da aktuell die Strecken nicht genug Kapazitäten haben.
Um den Viertelstundentakt der RS1 zu realisieren brauchen wir das dritte Gleis aus dem Projekt Alpha-E

Hier stehen uns sicher noch Bremen-typisch eine Menge NIMBY Proteste ins Haus

Von seiten des Bundesverkehrsministeriums und der Bahn wurde ja auch schon gesagt, dass es sich hierbei lediglich um eine Studie handle.

Viele Projekte, die für den Zielfahrplan notwendig wären, stehen ja noch nicht mal im Bundesverkehrswegeplan.
Insofern mal abwarten ob das Verkehrsministerium hier seine Hausaufgaben macht, Budgetiert und den Plan fortschreibt

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Arne Schmidt
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Re: Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

Ungelesener Beitrag von Arne Schmidt » Fr 12. Okt 2018, 09:25

Schön wäre es ja, aber an den 30 min Takt nach NRW ab 2030 glaube ich nicht , denn dazu müsste ja die Strecke Richtung OS (zumindest teilweise) 3-spurig ausgebaut werden. In Anbetracht jahrzehntelanger Diskussionen (und bisher null Fortschritt) ziemlich unrealistisch.
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Bremer89
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Re: Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

Ungelesener Beitrag von Bremer89 » Fr 12. Okt 2018, 11:48

Spontan fällt mit u.a. noch auf:
- Uelzener stündlich
- S2 auf kompletter Linie Takt30
- S3X nur zweistündlich (?) aber in gleicher Zeitlage wie der zweistündliche IC. Frage: IC weiterhin im Nahverkehr?
- Keine S-Bahn nach Rotenburg
...

Wünschenswert wäre vllt noch:
- Mindestens zur HVZ Verstärker (Bremen -) Hude - Nordenham, also Takt30
- Mindestens zur HVZ Verstärker (Bremen -) Delmenhorst - Vechta/Lohne

Darüberhinaus wären Reaktivierungen wünschenswert:
- Rotenburg - Zeven
- Bassum - Rahden
- Syke - Hoya/Eystrup
- Moorexpress regulär
...
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internaut
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Re: Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

Ungelesener Beitrag von internaut » Fr 12. Okt 2018, 11:56

Zwischen Bremen und Osnabrück sollten zumindest für den Personenverkehr entsprechend dem Plan 2 Gleise reichen. Die halbstündige RS hat ja in Syke nach Plan immer 5 Minuten Standzeit zum überholt werden durch den FV. Güterverkehr ist ja scheinbar bei diesen Plänen nicht berücksichtigt.
Der Grafik nach geht es aber doch nicht nach Gelsenkirchen/Wanneeickel sondern immer gen Dortmund. Nur der Emdener IC wird dort lang geführt. Da gab es schon mal andere Pläne. Bis Osnabrück fährt nur der RRX 7 durch. Vielleicht wäre es realistischer, wenn dieser bis Bremen (oder Bremerhaven - statt ICE) verlängert wird. Für Bremerhaven ist in NRW doch wahrscheinlich mehr Potential als in Berlin oder Hessen.

Hansa-Tw
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Re: Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

Ungelesener Beitrag von Hansa-Tw » Fr 12. Okt 2018, 16:59

Viele spannende Ideen und Neuerungen, die die Verkehrsplaner da vorschlagen!

Anscheinend sollen bei den RE Hannover - Bremerhaven/Norddeich die Pufferaufenthalte in Bremen abgeschafft werden: künftig geht es nach 3 bzw. 4 Minuten weiter. Ich bin gespannt, wie sich das auf die Pünktlichkeit auswirkt ... :?

Die geplanten DoSto-ET für die RE-Leistungen ermöglichen in Oldenburg Flügelungen Richtung Norddeich und Wilhelmshaven. Die Verlängerung nach Braunschweig/Helmstedt wird sicher gut angenommen; mehr umsteigefreie Direktverbindungen machen die Bahn attraktiver! Gewünscht hätte mir noch eine Verlängerung über Osnabrück nach Münster, aber da will wohl Abellio vom Ruhrgebiet aus was anbieten.

Leider fehlen bei der Regio-S-Bahn noch die HVZ-Verstärker nach Wilhelmshaven und die "neue" S 5 nach Rotenburg, da hätten mich die Fahrplanlagen interessiert. Ob die S 5 dann im glatten 30-Minuten-Takt versetzt zum Metronom-Regional um 57, also eine Minute nach dem schnellen Metronom, fährt? Von der Merkbarkeit und im Sinne einer Trassenbündelung wäre das wohl sinnvoll. Aufgegeben werden jedenfalls die Kurzwenden beim Metronom, die gerne zu Verspätungsübertragungen führen. Anscheinend sollen zukünftig die schnellen auf die Regionalverbindungen und umgekehrt übergehen, was zu Wendezeiten von rund 25 Minuten führt.

Insgesamt kann man durch die zahlreichen Taktverdichtungen endlich von einem "richtigen" S-Bahn-System sprechen. Die Kehrseite, die sich daraus ergibt, sind Trassen-Nadelöhre wie z.B. Sebaldsbrück - Achim oder Burg - Hauptbahnhof - und das vor dem Hintergrund eines zu erwartenden Brückenneubaus über die Lesum (der Mittelpfeiler ist abgängig). Vielleicht liegt darin aber auch die Chance, das dritte Gleis und eine niveaufreie Ausfädelung Richtung Vegesack in Angriff zu nehmen. Demnächst wird der Bundesautomobilindustrie- ... ähm ... Bundesverkehrsminister mitteilen, welche Projekte aus dem weiteren in den vordringlichen Bedarf aufsteigen. Das ist ja der eigentliche Hintergrund dieses Fahrplanentwurfs: zu ermitteln, welche Infrastrukturausbauten nötig sind für einen solchen integrierten Taktfahrplan. Inzwischen glaube ich fast, dass man sich vom großen Wurf eines Gesamtpakets "optimierte Alpha-E-Variante" verabschieden sollte zu Gunsten mehrerer Teilmaßnahmen. Mein Eindruck ist, dass zwischen Hamburg und Hannover noch heftig über Ausbau-, Umgehungs- und Neubaustreckenabschnitte gestritten wird, was dann auch weniger umstrittene Ausbaumaßnahmen wie die Amerikalinie oder die Güterumgehung Bremerhaven - Bremervörde - Rotenburg - Verden ausbremst.

Bemerkenswert finde ich auch (Wilhelmshaven -) Oldenburg - Cloppenburg - Osnabrück im 30-Minuten-Takt!

Fernverkehr im 30-Minuten-Takt Richtung Hamburg oder NRW ist prima, zumal im Norden alle zwei Stunden umsteigefreie Direktverbindungen nach Sylt, Kiel und Stralsund (- Rügen) geboten werden. @ Internaut: Laut Fernverkehrsplan gehen nicht beide FV-Takte nach Dortmund, sondern (wie gypsruepelli schon schrieb) einer über Dortmund - Köln - (SFS) - Frankfurt - Stuttgart nach München (FV 1/27) sowie einer über Recklinghausen - Gelsenkirchen und dann ab Duisburg zweistündlich im Wechsel über Krefeld nach Aachen oder über Düsseldorf nach Köln (FV 9.1/9.2).

Ob sich der zweistündliche ICE nach Bremerhaven halten wird? Bei DSO wird schon heiß diskutiert. Angesichts der gleichen Fahrzeit wie ein RE liegt eigentlich eine Öffnung für Nahverkehrstickets auf der Hand, aber ob man sich an einen solchen Präzedenzfall herantraut?

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Re: Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

Ungelesener Beitrag von gypsruepelli » Fr 12. Okt 2018, 23:23

Noch ein paar Anmerkungen dazu: Es wäre ja genial, wenn auf dem Wege über die Rhein-Main-SFS zusätzliche Verbindungen nach Stuttgart und München zustande kämen. Das wären auch einigermaßen vertretbare Fahrzeiten nach Stuttgart.

Zur Bedienung des Ruhrgebiets: Meines Wissens verträgt die Bahnstrecke zwischen Preußen (kurz vor Dortmund) und Münster nicht mehr als den momentanen Fernverkehr, denn sie ist eingleisiig und ein Ausbau momentan glaube ich nicht geplant. Deswegen war es für mich auch logisch, dass der zusätzliche Stundentakt nicht nach Dortmund, sondern über Wanne-Eickel gehen muss.

In Krefeld wird man sich sicher freuen. Im Moment sind Krefeld und Mönchengladbach m.W. die größten deutschen Städte ohne Anbindung an den Fernverkehrstakt.

Und noch eine Kuriosität der Planungen: Der ICE würde in Bremerhaven - im Gegensatz zu Bremen - zwei Halte einlegen: In Hbf und Lehe. Das finde ich angesichts der unterschiedlichen Größe der beiden Städte interessant.
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Re: Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

Ungelesener Beitrag von Arne Schmidt » Sa 13. Okt 2018, 13:18

internaut hat geschrieben:
Fr 12. Okt 2018, 11:56
Zwischen Bremen und Osnabrück sollten zumindest für den Personenverkehr entsprechend dem Plan 2 Gleise reichen. Die halbstündige RS hat ja in Syke nach Plan immer 5 Minuten Standzeit zum überholt werden durch den FV. Güterverkehr ist ja scheinbar bei diesen Plänen nicht berücksichtigt.
Nunja, ich kenne die Strecke seit den 70er Jahren und schon immer gab es dort Verspätungen durch unpünktliche IC aus dem Ruhrgebiet. Meinst du das wird sich ändern, wenn der Zugverkehr auf dieser Relation eher noch verdichtet wird?

Dass die ICE in BHV zukünftig zwei Halte haben könnten, verwundert übrigens nicht, wenn diese wie die RE in Lehe enden. Am Hbf wird es kaum möglich sein...
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Re: Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

Ungelesener Beitrag von gypsruepelli » Sa 13. Okt 2018, 20:39

Warum kann der ICE denn nicht in Bremerhaven am Hbf enden?
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Re: Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

Ungelesener Beitrag von Felix M » Sa 13. Okt 2018, 20:53

Einen ICE kann man im Umfeld des Bremerhavener Hbf nicht abstellen, das wäre bei einer im Zielfahrplan angedachten Wendezeit von 1:19 h jedoch nötig. Der Zug müsste zur Abstellung also ohnehin nach Lehe fahren, sodass man sich wohl auch für einen dortigen Fahrplanhalt entschieden hat.

Aktuell ist zumindest der Halt in Lehe aber eh noch ferne Zukunftsmusik. Der vorhandene Bahnsteig ist nämlich zu kurz. Früher oder später muss in Lehe aber ohnehin ein zweiter Bahnsteig her, sonst würde es mit einem 30-Min-Takt auf der RS2 auch eng werden.
Viele Grüße
Felix

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Re: Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

Ungelesener Beitrag von Arne Schmidt » So 14. Okt 2018, 16:39

Felix M hat geschrieben:
Sa 13. Okt 2018, 20:53

Aktuell ist zumindest der Halt in Lehe aber eh noch ferne Zukunftsmusik. Der vorhandene Bahnsteig ist nämlich zu kurz. Früher oder später muss in Lehe aber ohnehin ein zweiter Bahnsteig her, sonst würde es mit einem 30-Min-Takt auf der RS2 auch eng werden.
Für ICE Halbzüge (die dort wahrscheinlich eingesetzt werden würden) sollte es aber jetzt schon reichen, oder?
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Re: Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

Ungelesener Beitrag von Felix M » So 14. Okt 2018, 17:04

Nein. Der Bahnsteig in Lehe ist nur 170 m lang. (https://www.deutschebahn.com/de/geschae ... bf-3170582) Ein ICE 2 ist 205 m lang und selbst ohne Triebkopf noch 185 m. Das passt also nicht.
Aktuell ist der für den RE8 mit seinem 6 Wagen eigentlich auch schon zu kurz (180 m mit Lok), die Lok steht immer über.

Sollte der ICE also wirklich schon Ende 2020 kommen, dann wahrscheinlich nur bis Hbf (dort sind die Bahnsteige 220 m lang) und leer weiter zum Abstellbahnhof in Lehe.
Viel anders wird es bis 2001 auch nicht gewesen sein, auch wenn die Bahnsteige am Hbf damals sogar noch für einen ICE 1 reichten.
Viele Grüße
Felix

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*EDWB*
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Re: Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

Ungelesener Beitrag von *EDWB* » Mo 15. Okt 2018, 09:33

Als Bremerhavener und derzeit im österreichischen Ländle lebende Person begrüße ich immens den ICE bis nach BRV. Es ist jedes Mal aufs Neue zum *** kurz vor dem Ziel nochmal für 30min umsteigen zu müssen. Hinzu kommt, dass bei einer leichten Verspätung von ca. 10-13 min der RE niemals auf den ICE wartet und man automatisch eine Stunde in Bremen hocken muss bzw. später ankommt! Das wäre dann nicht mehr gegeben. Und wer sich über Auslatungen Sorgen macht, der möge bitte mal abends mit dem ICE nach BRE fahren. da sind auch nicht mehr viele dabei, aber viele, die weiter nach BRV wollen. Dann zusätzlich in den NV einbinden für die Strecke und man schafft alle 2 Stunden einen geilen Takt.

Als Beispiel nehme ich mal Vorarlberg hier wurde einfach ein 15min Takt eingeführt und ein Nachtverkehr am Wochenende: Wenn was da ist, dann wird das auch angenommen. Ich hoffe nur, dass man an Sonn- und Feiertagen deutlich mal früher als 7.30 in Bremen sein kann bzw. auch dann an anderen Punkten im Norden!!! Das ist derzeit ein richtiges Problem!!!

Was auch endlich mal in Angriff genommen wurde sind sinnvolle Umsteigezeigen am ach so schönen "Expresskreuz Bremen Niedersachsen". Will ich aus BRV nach Norddeich muss ich sage und schreibe 50min in BRE auf den RE warten, weil der ja kurz vor Ankunft des RE aus BRV abfährt...

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Bremer89
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Re: Deutschlandtakt 2030 - Auswirkungen auf Bremen

Ungelesener Beitrag von Bremer89 » Fr 19. Okt 2018, 18:20

Wie soll man denn laut Dokument zukünftig innerhalb des RE-Kreuzes Bre/Nds am Hbf umsteigen? Die RE's stehen dann ja nur noch 2-3 Min am Hbf. Für einen Umstieg mit Bahnsteigwechsel muss am Bremer Hbf mindestens 8 Min eingerechnet werden. Lösung wäre dass die RE's immer zeitgleich am gleichen Bahnsteig gegenüber halten. So wäre auch die kurze Umstiegszeit "zulässig".
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