BSAG: Busbeschaffung 2019

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ARFI
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BSAG: Busbeschaffung 2019

Ungelesener Beitrag von ARFI » Mi 12. Sep 2018, 12:15

Die BSAG möchte 15 Solobusse und 28 Gelenkbusse beschaffen.
https://ausschreibungen-deutschland.de/ ... 018_Bremen

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Re: BSAG: Busbeschaffung 2019

Ungelesener Beitrag von ARFI » Mi 17. Okt 2018, 20:14

Zusätzlich möchte die BSAG einen Elektro-Midibus beschaffen!
https://ausschreibungen-deutschland.de/ ... 018_Bremen

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ARFI
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Re: BSAG: Busbeschaffung 2019

Ungelesener Beitrag von ARFI » So 6. Jan 2019, 20:21

ARFI hat geschrieben:
Mi 12. Sep 2018, 12:15
Die BSAG möchte 15 Solobusse und 28 Gelenkbusse beschaffen.
https://ausschreibungen-deutschland.de/ ... 018_Bremen
EvoBus wird die neuen 43 Busse Liefern, es werden Mercedes Citaro hybrid (mild Hybrid), also Dieselbusse mit einem Hybridmodul.
https://www.weser-kurier.de/bremen/brem ... 96699.html

https://www.mercedes-benz-bus.com/de_DE ... ybrid.html

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Arne Schmidt
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Re: BSAG: Busbeschaffung 2019

Ungelesener Beitrag von Arne Schmidt » Di 8. Jan 2019, 10:31

Warum denkt man in Bremen eigentlich nicht über die Anschaffung von Erdgasbussen nach, so wie das in Oldenburg schon seit längerem praktiziert wird? Schließlich sind bei ergasbetriebenen Fahrzeugen die Emissionen deutlich geringer als dies bei herkömmlichen der Fall ist. Die Hybridbusse verfügen ja schließlich (u.a.) auch noch über Dieselantrieb. Oder sieht man Erdgas nur als Zwischenstufe, die die BSAG auf dem Weg zu E-Bussen überspringen möchte? Fehlt in Bremen vielleicht der Sponsor EWE, der in OL sicherlich ein Wörtchen bei der Busbeschaffung mitzureden hat?
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Re: BSAG: Busbeschaffung 2019

Ungelesener Beitrag von T Hancke » Di 8. Jan 2019, 14:54

Merkwürdig, wo man doch die Hybrid-Testfahrzeuge zurückgegeben hat, weil sie nicht überzeugt haben.

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Felix M
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Re: BSAG: Busbeschaffung 2019

Ungelesener Beitrag von Felix M » Di 8. Jan 2019, 19:56

Das ist doch ganz klar: Die neuen C2 Hybrid sind ja keine "richtigen" Hybridbusse, sondern nur welche, mit denen man vor der Presse gut dasteht. :D
Der neue Citaro Hybrid erzeugt beim Bremsen Strom, der dann beim Anfahren nur den Dieselmotor etwas unterstützt. Dagegen wird bei einem Vollhybrid das Anfahren ja meist komplett elektrisch bewältigt.
Viele Grüße
Felix

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ARFI
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Re: BSAG: Busbeschaffung 2019

Ungelesener Beitrag von ARFI » Mi 9. Jan 2019, 00:09

Die neuen Hybridbusse von Mercedes sind nicht mit den damaligen Hybridbussen vergleichbar und können kein Stück rein elektrisch fahren. Es geht nur darum, dass der Elektromotor den Verbrennungsmotor beim anfahren unterstützt und dadurch Sprit eingespart wird. Beim Citaro hybrid, schreibt Daimler das hybrid deshalb auch mit einem kleinen „h“ und man redet daher von „mild Hybrid“.

Auch die VWG in Oldenburg hatte sich zuletzt für Erdgas hybrid entschieden.
Warum sich die BSAG nie für Erdgas entschieden hat, weiß ich nicht. Ein Testbus gab es ja mal in Bremen, es war 1973 ein MAN SL 200 Erdgasbus. Heutzutage, denke ich, ist es sinnvoller sich auf die Elektromobilität zu konzentrieren, schon alleine wegen der Lärmreduzierung.

BUS TV: Der Mercedes-Benz Citaro Hybrid


EDIT durch Mod: Auf Wunsch des Verfassers eine fehlerhafte Aussage entfernt. (BRE, 19.03.2019)

https://www.mercedes-benz-bus.com/conte ... -07_18.pdf

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Re: BSAG: Busbeschaffung 2019

Ungelesener Beitrag von ARFI » Mi 27. Feb 2019, 00:38

Zurzeit befindet sich ein MB C2 hybrid Vorführwagen mit dem Kennzeichen MA-MB 232 bei der BSAG!
http://phototrans.de/2415,85,16232,0,t.html

Hier gibt es ein Foto von diesen Wagen:
http://www.1zoom.me/de/wallpaper/550317 ... /2560x1600

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Re: BSAG: Busbeschaffung 2019

Ungelesener Beitrag von Ersatzverkehr » Mi 27. Feb 2019, 16:36

Bild

Thomas Bottjer
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Re: BSAG: Busbeschaffung 2019

Ungelesener Beitrag von Thomas Bottjer » Do 28. Feb 2019, 09:23

Läuft der Bus auch auf Linie ? Oder wird de r Bus ohne
Fahrgäste getestet ?

Ersatzverkehr
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Re: BSAG: Busbeschaffung 2019

Ungelesener Beitrag von Ersatzverkehr » Do 28. Feb 2019, 13:12

Nur für BSAG-intern. Geht Freitag zurück zu Mercedes.

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Re: BSAG: Busbeschaffung 2019

Ungelesener Beitrag von ARFI » Sa 15. Jun 2019, 12:04

ARFI hat geschrieben:
Mi 17. Okt 2018, 20:14
Zusätzlich möchte die BSAG einen Elektro-Midibus beschaffen!
https://ausschreibungen-deutschland.de/ ... 018_Bremen
Der Auftrag wurde nicht vergeben und das Verfahren wurde eingestellt!
https://ausschreibungen-deutschland.de/ ... 019_Bremen

Hansa-Tw
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Re: BSAG: Busbeschaffung 2019

Ungelesener Beitrag von Hansa-Tw » Sa 15. Jun 2019, 16:28

Abgesehen davon, dass ich nach wie vor skeptisch bin, ob Batteriefahrzeuge wirklich zukunftsweisend sind (die Batterieproduktion ist alles andere als umweltfreundlich und die benötigten Erden und Metalle sind endlich, also auch nicht nachhaltig), ist dieses Ergebnis doch wieder mal frustierend und eigentlich ein Armutszeugnis für den Industriestandort Deutschland, aber im Moment scheinen sich die Hersteller hierzulande eher auf Batteriebusse im 12 m- und Gelenkbus-Segment zu konzentrieren. Es geht doch um ein Fahrzeug für die Linie 82, oder? Leider kann man das Lastenheft nicht (mehr) einsehen, aber ich hätte vermutet, dass der Solaris Urbino 8,9 LE electric oder der Rampini E80 die Kriterien erfüllen; letzterer ist immerhin auch schon eine Weile in Hamburg-Blankenese recht zuverlässig unterwegs und die tägliche Laufleistung auf der 82 sollte problemlos mit den 180-200 km Ladungs-Reichweite zu schaffen sein. Was mag also der Grund sein, weshalb man das Verfahren ohne Auftragsvergabe eingestellt hat? Der Preis? Unentschlossenheit hinsichtlich der konkreten Ladungsmethode? Oder gibt es womöglich einen Zusammenhang mit dem Umbau in Gröpelingen?

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Re: BSAG: Busbeschaffung 2019

Ungelesener Beitrag von ARFI » Sa 15. Jun 2019, 19:15

Denke auch, dass der für die Linie 82 gewesen wäre. Man kann über die Gründe nur Spekulieren.

Im Omnibusspiegel 19-3 ist eine Übersicht aller angebotenen Elektrobusse in Deutschland. Gesamt gibt es 10 Hersteller und 12 Fahrzeugtypen was Midibusse betrifft. Leider bieten die meisten Hersteller nur Midibusse mit einer Breite von 2,5 bis 2,55 m Breite an, die wohl wegen der engen Straßen ungeeignet sind für die Linie 82. Übrig bleiben folgende:

BYD, Ebus 8, L. 8.750 mm, B. 2.455 mm, Depotlader
Karsan, Atak Electric, L. 8.154 mm, B. 2.436 mm, Depotlader, Lieferbar ab Ende 2019 und Vertrieb Sileo
Rampini, Alé E80, L. 7.720 mm, B. 2.200 mm, Zwischenlader
Solaris, Urbino 8.9 LE Electric, L. 8.950 mm, B. 2.400 mm, Zwischenlader
Temsa, MD9 Electricity, L. 9.496 mm, B. 2.400 mm, Zwischenlader

Hansa-Tw
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Re: BSAG: Busbeschaffung 2019

Ungelesener Beitrag von Hansa-Tw » So 16. Jun 2019, 14:34

Danke für die Ergänzung und die Übersicht. Also kann es an mangelnder Fahrzeugauswahl eigentlich nicht gelegen haben ... Ich hoffe mal, dass man nach dem Umbau des Betriebshofs GPL das Thema noch mal neu angeht, am besten gleich zusammen mit den Linien 80 und 81. Noch besser wäre natürlich, wenn man ein kleines Netz in Nähe eines Betriebshofs (bzw. mit guter Anbindung an einen) im Dauertest fahren würde.

Sicher ist richtig, dass die qualitätiven Technologiesprünge auf diesem Sektor in immer kürzerer Zeit stattfinden, aber mir kommt es im Moment so vor, als ob die BSAG mit Abwarten auf noch effizientere Lösungen und einem Test nach dem anderen die anstehende Umstellung eben auch immer weiter herausschiebt, obwohl der ökologische Handlungsdruck steigt. Irgendwann muss man springen und sich für ein System entscheiden; man kann das Netz doch sowieso nicht auf einen Schlag umstellen. Für die langlaufenden Durchmesser- und Nordlinien steht auch noch keine dauerhaft praktikable Batterietechnologie (Laufleistung vs. Reichweite + Nachladedauer) zur Verfügung; hier könnte man prüfen, ob Linien(abschnitte) "straßenbahnwürdig" sind oder ob man (übergangsweise) zum O-Bus zurückkehrt.

Ich hoffe sehr, dass die neue Regierung im Koalitionsvertrag eine Verkehrswende verankert, die diesen Namen auch verdient, damit der BSAG einen eindeutigen Handlungsauftrag erteilt und sie entsprechend finanziell ausstattet. Denn klar ist: es wird kosten, aber die Klimaschäden, die es noch zu vermeiden gilt, würden um ein Vielfaches teurer! Sollte in zunehmend mehr Städten (und vielleicht sogar Bundesländern) der Klimanot-stand ausgerufen werden (wovon ich für Bremen ausgehe), müssten auf Bundes- bzw. europäischer Ebene der Rechtsrahmen (z.B. Gemeindever-kehrsfinanzierungs- und Entflechtungsgesetz), Bemessungs- oder Bewertungs-Tools wie die "standardisierte Bewertung" und der Förderrahmen überdacht und dem Ziel Klimaschutz angepasst werden. Letztlich ist es doch vernünftiger ein paar hundert Meter Straßenbahnstrecke auch ohne eigenen Gleiskörper (z.B. in Findorff oder Woltmershausen) zu fördern als zuzuschauen, wie immer mehr Autos (und Busse) die Luft verpesten oder den Verkehr komplett lahmlegen.

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