Querspange Ost: Erneute Offenlegung der Planunterlagen

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ARFI
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Re: Ja ja, die armen Bäume! Aber sonst?

Ungelesener Beitrag von ARFI » Mi 27. Mär 2019, 11:48

Airboss hat geschrieben:
Mi 27. Mär 2019, 10:20
Vielleicht zieht man ja jetzt auch die Linie 5 aus dem Ärmel.
Die könnte doch vom Hbf durchs Viertel über Bennigsenstr und neue Spange Richtung Neue Vahr Süd fahren und dann zur vollwertigen Linie aufsteigen.
Andererseits wäre das politisch zu simpel.
Dem Bürger muß ja Bewegung und Aufbruch in ein neues Zeitalter suggeriert werden und da kommt dann nur eine vorhandene Linie in Frage, die verändert werden muß.
Ja, die Linie 5 wäre auch eine Möglichkeit, da hatte ich auch schon drüber nach gedacht.
Wenn es nach dem VEP 2025 geht, war ja die Linie 3 geplant bis Tenever und die Linie 2 später über die Malerstraße.

Nordlicht hat geschrieben:
Mi 27. Mär 2019, 11:08
Arne Schmidt hat geschrieben:
Mi 27. Mär 2019, 10:11
Im Weser Kurier heute wieder das Gejammere über die Bäume, die dafür gefällt werden müssten.
Ja, wenn es um Bäume geht, egal, ob jetzt die in der Bennigsenstraße oder auch die Platanen Am Deich, dann wird fleißig gemeckert.
Aber sonst sind die Menschen leider nicht um den Schutz der Natur besorgt; ganz im Gegenteil: sie wird von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern rücksichtslos plattgetreten und -gefahren.
Sei es auf dem Parkplatz bei der Eissporthalle, in den Wallanlagen, in und beim Bürgerpark, in der Mercedesstraße, in der Hans-Böckler-Straße beim Sportplatz, in der Überseestadt und sonstwo: Überall gibt es Trampelpfade und es wird auf Rasenflächen und sogar in Büschen rücksichtslos geparkt.
Einfach nur traurig. :evil:
Tja, wenn es um den Bau einer Straßenbahnstrecke geht, wird groß aufgeschrien wenn Bäume gefällt werden müssen.
Aber, bei anderen Sachen nicht, oder kaum.

Andre S
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Re: Ja ja, die armen Bäume! Aber sonst?

Ungelesener Beitrag von Andre S » Mi 27. Mär 2019, 17:05

ARFI hat geschrieben:
Mi 27. Mär 2019, 11:48
Airboss hat geschrieben:
Mi 27. Mär 2019, 10:20
Vielleicht zieht man ja jetzt auch die Linie 5 aus dem Ärmel.
Die könnte doch vom Hbf durchs Viertel über Bennigsenstr und neue Spange Richtung Neue Vahr Süd fahren und dann zur vollwertigen Linie aufsteigen.
Andererseits wäre das politisch zu simpel.
Dem Bürger muß ja Bewegung und Aufbruch in ein neues Zeitalter suggeriert werden und da kommt dann nur eine vorhandene Linie in Frage, die verändert werden muß.
Ja, die Linie 5 wäre auch eine Möglichkeit, da hatte ich auch schon drüber nach gedacht.
Wenn es nach dem VEP 2025 geht, war ja die Linie 3 geplant bis Tenever und die Linie 2 später über die Malerstraße.
Hallo zusammen,

für die Querspange wird ja genau eine Linie gesucht, die die Vahr über das Viertel mit der Domsheide verbinden kann. Die 5 mit dem direkten Fahrweg Hbf<>Überseestadt qualifiziert sich nicht dafür.
Stattdessen könnte man darüber nachdenken, die 5 vom Hbf weiter zur Kulenkampfallee fahren zu lassen (passt mit dem 20 Minuten-Takt) und die 8 von Huchting kommend ab Domsheide durchs Viertel zur Vahr umzuklappen. Dies würde völlig neue Verknüpfungsmöglichkeiten mit der 1 an beiden Endstellen bieten.

Nachteile aber natürlich auch an dieser Idee:
> keine direkte Verbindung Kulenkampffallee<>Domsheide mehr
> weitere Straßenbahnlinie, die den Hbf nicht anfährt (im o.g. Fall Linie 8 aus Huchting und ggf. Stuhr)
> zusätzliche Linie im Viertel

Insofern ist die Idee einer Linie 3 in Richtung Vahr sinnvoll unter der Bedingung, dass die Linie 2 über Weserwehr (und weitere neue Querspange) nach Sebaldsbrück fährt, wenn es im Bereich Ludwig-Quidde-Straße keine Steigerung durch Fahrgastzahlen gibt (eher unwahrscheinlich bei Schaffung einer Straßenbahnhaltestelle an der Steubenstraße für die neue Linie 3).

Wenn man es ohne Fahrzeitverlust schaffen könnte die Linie 5 aus der Überseestadt über Am Brill und von hier direkt zum Bahnhof fahren zu lassen, würde sich relationstechnisch die Idee lohnen über eine Verlängung via Am Stern und Riensberg - über weitere Querspange - zur Horner Kirche nachzudenken. Dies hätte den Vorteil, dass Horn schnell mit dem Bahnhof und neu mit dem Brill angebunden wäre.

Denkt man nun jedoch noch weiter und ggf. daran, die dann bis Horn fahrende 5 anstelle der Linie 4 bis Lilienthal verkehren zu lassen, verliert Lilienthal den direkten Anschluss an die Domsheide.

Netzveränderungen bei denen direkte Anbindungen verloren gehen sind zumindest in der breiten Öffentlichkeit schwer begründbar.

Liebe Grüße
André S

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ARFI
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Re: Querspange Ost: Erneute Offenlegung der Planunterlagen

Ungelesener Beitrag von ARFI » Do 28. Mär 2019, 17:37

Ob und wann die Strecke in der Malerstraße kommt, weiß ja auch niemand genau.
Daher denke ich, sollte man über folgendes nachdenken:

Linie 2
Gröpelingen – Walle – City – Viertel – Weserwehr

Linie 3
Gröpelingen – Überseestadt – City – Viertel – Vahr – Tenever (- Weserpark – Mahndorf)

Linie 5/5S
Gröpelingen – Überseestadt – HBF – Viertel – Hastedt – Sebaldsbrück

Linie 10
Gröpelingen – Walle – HBF – Viertel – Hastedt – Sebaldsbrück


Da zwischen Sebaldsbrück und Hastedt die Fahrgastzahlen nicht so hoch sind, könnte die Linie 5/5S im 20 min Tackt bleiben und die Linie 10 bekommt auch zwischen HBF und Viertel Unterstützung.

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Arne Schmidt
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Re: Querspange Ost: Erneute Offenlegung der Planunterlagen

Ungelesener Beitrag von Arne Schmidt » Fr 29. Mär 2019, 07:15

Und warum möchtest du die Hastedter Linienäste der Linien 2 und 3 tauschen? Dann lass doch dort alles so, wie es ist.
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Nordlicht
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Re: Querspange Ost: Erneute Offenlegung der Planunterlagen

Ungelesener Beitrag von Nordlicht » Fr 29. Mär 2019, 10:03

Arne Schmidt hat geschrieben:
Fr 29. Mär 2019, 07:15
Und warum möchtest du die Hastedter Linienäste der Linien 2 und 3 tauschen? Dann lass doch dort alles so, wie es ist.
Genau.
Außerdem gäbe es bei Andreas' Vorschlag zwei Direktvetbindungen vom Hauptbahnhof nach Sebaldsbrück, aber keine von der City nach Sebaldsbrück!
Das wäre nicht gut.

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ARFI
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Re: Querspange Ost: Erneute Offenlegung der Planunterlagen

Ungelesener Beitrag von ARFI » Fr 29. Mär 2019, 13:24

Nordlicht hat geschrieben:
Fr 29. Mär 2019, 10:03
Arne Schmidt hat geschrieben:
Fr 29. Mär 2019, 07:15
Und warum möchtest du die Hastedter Linienäste der Linien 2 und 3 tauschen? Dann lass doch dort alles so, wie es ist.
Genau.
Außerdem gäbe es bei Andreas' Vorschlag zwei Direktvetbindungen vom Hauptbahnhof nach Sebaldsbrück, aber keine von der City nach Sebaldsbrück!
Das wäre nicht gut.
Die Linien 2 und 3 habe ich getauscht, weil dieses auch im VEP 2025 so steht.

Wenn die Querspange Ost fertig ist, soll doch sowieso die Linie 2 in Sebaldsbrück wegfallen und erst wieder dorthin fahren, wenn die Verbindung in der Malerstraße gebaut wird. Es war doch für die Zwischenzeit dann geplant die Linien 33 und 34 bis zum Weserwehr zu führen. Aber ist mehr Busverkehr die Lösung? Man könnte natürlich auch die Linie 10 zum Weserwehr führen und die Linien 2 und 5 nach Sebaldsbrück.

Gibt es denn die optimale Lösung?
Irgendjemand beschwert sich doch immer! ;)

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ARFI
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Re: Querspange Ost: Erneute Offenlegung der Planunterlagen

Ungelesener Beitrag von ARFI » Do 4. Apr 2019, 17:27

Ich verlinke den Beitrag hier auch mal, im Weser Kurier steht, dass das Stadtamt mit einer Klage droht:
Grundstücksbesitzer droht mit Klage gegen Pläne zu Straßenbahnverbindung

Nordlicht
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Ungelesener Beitrag von Nordlicht » Fr 5. Apr 2019, 10:25

Vielen Dank für die Verlinkung des Artikels.

Interessanter als der Artikel selbst sind jedoch die darunter stehenden Leserkommentare. Ein paar Nörgler sind zwar dabei; aber sonst überwiegend Befürworter der Straßenbahn. Das lässt auf einen positiven Ausgang hoffen.

Vor allem aber sind es dieses Mal sehr konstruktive Kommentare, und nicht das sonst bei WK Online übliche Gelaber mit Admiral Brommy, tommy24 und vor allem Suziwolf!
Sehr angenehm zu lesen.

Hansa-Tw
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Kommentare im WK

Ungelesener Beitrag von Hansa-Tw » Fr 5. Apr 2019, 15:44

Besonders geht mir die "Posaune" auf die Nerven: Ich habe ihm schon drei Mal ausführlich das Projekt, die betrieblichen und Fahrgast-Vorteile sowie vor allem die Kosten erklärt und seine Vorbehalte widerlegt, aber offensichtlich will er das gar nicht verstehen, sondern nur in bester Wutbürger-Manier dumm rumtröten. In der Summe kann man sagen, dass viele Einwände und Kritik nicht gerechtfertigt sind, weil die Leute sich die Pläne nicht richtig angeguckt haben; so hielt sich z.B. hartnäckig das Gerücht, dass in der Stresemannstraße je eine Richtungsspur für den MIV wegfällt. Objektiv hat das Projekt Schwächen, z.B. bei den Eisenbahnunterführungen, die ein Nadelöhr bleiben werden, solange sie nicht ersetzt werden. Im Hinblick auf deren Baujahre (späte 1920er und frühe 1930er) wird das eher früher als später der Fall sein (siehe Zeppelintunnel aus der gleichen Zeit) und dann geht das Gebuddel noch mal von vorne los.

Leider verschweigt der WK, seit wann der Eigentümer des Stadtamt-Grundstücks sich querstellt. In der Anhörungsrunde nach der ersten Auslegung der Pläne gab es den Einwand nämlich noch nicht (ich habe das Protokoll der Anhörungssitzung)! Ich hatte gleich ein schlechtes Gefühl, als wegen planerischer Nichtigkeiten eine zweite Runde erforderlich wurde ... Bei sorgfältiger Planung und guter interner Abstimmung mit anderen beteiligten Stellen (z.B. der Feuerwehr) hätte man diese Kleinigkeiten schon in der ersten Auslegung berücksichtigen können und wir hätten jetzt einen Planfeststellungsbeschluss und Baurecht.

Nordlicht
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Frage zur Kreuzung beim Polizeipräsidium

Ungelesener Beitrag von Nordlicht » Do 20. Jun 2019, 13:16

Am 19. Juni veröffentlichte der Weser-Kurier eine Leserzuschrift, in der eine Frau angab, gegen die Querspange Ost zu sein.
Einerseits, weil 170 Bäume (nach ihrer Meinung) sinnlos gefällt werden müssten, anderseits weil die Staus an der Kreuzung beim Polizeipräsidium noch länger werden, wenn da künftig ständig zwei Straßenbahnlinien ihr Freisignal anfordern.

Fordern denn die Bahnen dort tatsächlich ihr Freisignal an?
Nach meinen Beobachtungen fahren die doch im normalen Ampelumlauf mit. Ich habe jedenfalls schon mehrmals erlebt, dass eine in Richtung Stadt fahrende Bahn vor der Kreuzung warten musste und ihr Freisignal erst bekam, als auch der Kfz-Verkehr "grün" erhielt.

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Arne Schmidt
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Re: Querspange Ost: Erneute Offenlegung der Planunterlagen

Ungelesener Beitrag von Arne Schmidt » Fr 21. Jun 2019, 09:41

Im Normalfall bekommen die stadteinwärts fahrenden Bahnen automatisch grün und können ohne Halt über die Kreuzung fahren. Als linksabbiegender Autofahr sieht man dann schon einmal (im wahrsten Sinne des Wortes) rot, weil die Ampelphase einfach ausfällt oder stark verkürzt wird (kenne ich aus eigener Erfahrung. Nun brauche da aber nicht mehr lang...:-))
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