(1) Die Menge an Wasser, die die Luft aufnehmen kann (maximale Luftfeuchtigkeit) ist von der Temperatur der Luft abhängig.
(2) Eine Druckabnahme in Gasen führt zu einer Abnahme der Temperatur.
(3) Eine Erhöhung der Geschwindigkeit in Strömungen führt zu einer Druckabnahme.
Beim Vorbeistreichen der Luft an den den Tragflächen eines Flugzeugs gibt es Zonen, in denen der lokale Luftdruck abnimmt, z.B. gewollt und fliegensnotwendig auf der Flügeloberseite. Erreicht wird dies dadurch, daß die Strecke die ein Luftteilchen auf der Flügeloberseite von Flügelvorderkante bis -hinterkante entlangrauschen muß, länger ist als diejenige, die ein Luftteilchen auf der Unterseite zurücklegen muß. Stell' Dir zwei benachbarte Luftteilchen vor, eins fliegt oben rum und das andere unten rum. Am Tragflächenende kommen beide wieder zusammen und folglich ist das obere schneller geflogen als das untere. Aus (3) folgt, daß der Luftdruck über der Fläche abnehmen muß, weil die betreffenden Luftteilchen schneller fliegen müssen. Aus (2) folgt, daß die betreffende "Luftzone" sich abkühlt und aus (1) folgt, daß im abgekühlten Bereich weniger Feuchtigkeit gespeichert werden kann. Diese Feuchtigkeit bildet kleine Tröpfchen und die sind als die weißen Streifen sichtbar.
Das klappt allerdings nur, wenn genügend Feuchte in der Luft ist und die Temperaturen nahe am Taupunkt sind.
Auch an den Flügelspitzen, oder den Klappen bilden sich gern solche Kondensationszonen, dort allerdings meistens als Folge von Luftwirbeln, die auch Unterdrücke beinhalten.
So, soviel zur "Küchenphysik" am Sonntagabend. Hoffentlich habe ich noch alles richtig zusammenbekommen, ist doch schon ein paar Jahre her...
Ach ja: Frohes neues zusammen!
PS: Zur Vertiefung noch ein paar Links
http://de.wikipedia.org/wiki/Bernoulli-Effekt
http://de.wikipedia.org/wiki/Luftfeuchtigkeit
http://de.answers.yahoo.com/question/in ... 305AAgrb2n
http://www.youtube.com/watch?v=y9a5c-uqjAs